...nie stehen bleiben, mich weiterentwickeln, das Leben entdecken

.... das ist mein Lebensmotto geworden. Wenn ich jedoch recht überlege, steckten diese Anlagen schon sehr früh in mir.

Aber ich fange am besten mal von vorne zu erzählen an. Als temperamentvolle Widder-Lady wurde ich am 27. März 1979 im schönen Oberfranken geboren. Meine Kindheit verbrachte ich auf dem Land mit allem was dazu gehört: Wir hatten zu Hause jede Menge Tiere und viel Natur, die zum Spielen und Toben die nötige Freiheit bot. Von Matschklöße formen, über Baumhaus bauen, bis hin zu Prinzessin im Wald spielen, durfte ich eine vorwiegend schöne Kindheit mit meinen Brüdern erleben.

Aufgrund der Scheidung meiner Eltern und dem damit verbundenen finanziellen und sozialen Abstieg wurde ich sehr früh sehr selbständig und fing bereits mit 13 Jahren an, mir mein Geld über Neben- und Ferienjobs zu verdienen. Ich ließ fast nichts aus, wozu man mit 13 in der Lage ist. Das waren die Wochenenden beim Babysitten, Wochentags das Zeitungaustragen (welch Sklavenarbeit!), kleine Putzstellen und mit 15 schnupperte ich bereits ein wenig in die Gastronomie.

Es folgte der Realschulabschluss und die mühsame Suche nach einer Lehrstelle. Meinen damaligen Wunsch Chemielaborantin zu werden, konnte ich mir leider nicht erfüllen und so entschied ich mich nach langer Unwissenheit für den Beruf der Friseurin. Wie es dazu kam? Bei der Berufsberatung erklärte ich meine Wünsche und Bedürfnisse, die da waren: Ich möchte nie stehen bleiben; einen Beruf, auf den man aufbauen kann; einen Beruf, der sich entwickelt.

So raste ich also im Tempo von zwei Jahren durch die Friseurlehre und fand die Erfüllung darin leider nicht, denn zur Weiterentwicklung (Kosmetikerin, Maskenbildnerin, Meisterbrief) fehlte das Geld und meine Motivation sank. So beendete ich direkt nach Abschluss der Gesellenprüfung die Arbeit und versuchte mein Glück auf der Berufsoberschule, um mein Abitur nachzuholen. Doch leider musste ich auch hier feststellen: Ohne Moos ist nix los, denn ich wohnte zu dieser Zeit bereits in meinen eigenen vier Wänden und so ein Bafög lässt schon mal drei Monate auf sich warten! 

Die finanzielle Belastung war für meine Konzentration im Unterricht tödlich und ich musste und wollte aus dieser Finanzmisere heraus. Also brach ich kurzerhand meine Zelte in Deutschland ab und ging zum Arbeiten in die schweizer Gastronomie. Wie lange das gut ging, können Sie ja mal raten... ?

Genau, länger als zwei Jahre holte mich auch hier wieder die Langeweile und/oder Unzufriedenheit ein, obwohl ich zeitweise sogar in Geschäftsführerposition tätig war. Doch selbst in dieser Position wurden Ideen verkannt und Verbesserungsvorschläge abgetan. Die Unterforderung ließ nicht lange auf sich warten.

Zu allem "Übel" noch, lernte ich Ina kennen. Ina war eine ausgesprochen attraktive Polin mit einer Wahnsinnsausstrahlung und enormen Selbstbewußtsein. Sie war im Escortservice tätig und erntete nicht nur meine volle Bewunderung. Es war wohl beides: Zum einen hatte ich die Nase von der Gastronomie gestrichen voll und zum anderen wollte ich auch ein bisschen so sein wie sie. Und vor allem wollte ich frei sein - frei und unabhängig von cholerischen Chefs und unfreundlichen, betrunkenen Gästen.

Das war der Einstieg in den Escortservice

Die ersten zwei Monate arbeitete ich für eine Agentur. Ein äußerst aufmerksamer Kunde machte mir damals klar, dass ich nicht in den besten Händen war und doch ruhig auf eigene Faust mein Glück im Metier versuchen sollte. Gesagt - getan! Und so stieg ich nach bereits zwei Monaten aus der Agentur aus und ein in den independent Escortservice - in meine SELBSTSTÄNDIGKEIT! Ab jetzt hatte ich viel zu tun. Ich musste mich erst einmal im großen WWW orientieren, Plattformen finden, mir einen Künstlernamen zulegen und mich selbst vermarkten. Daran hatte ich den meisten Spaß! Irgendwie fand ich immer meine Nische und meinen Platz, die Ideen sprudelten nur so aus mir heraus und ich beschäftigte mich tiefer mit dem Thema Marketing, Neuromarketing und soziale Verhaltensweisen. Als Resümee würde ich sagen: Ich erlebte alle Höhen und Tiefen, die der Bereich Erotik und Escortservice so zu bieten hat. Entmutigen lassen habe ich mich aber nie, denn mein Motto war immer:

Hinfallen ist keine Schande, aber liegen bleiben!  

Die Marke Vanessa Eden wurde zu einer der bekanntesten Escortdamen in Deutschland und erhielt nicht zuletzt eine Einladung zu Erwin Pelzigs "Pelzig unterhält sich" in der ARD. Langfristig gedacht leistete ich mit meinen öffentlichen Auftritten ein Stück Pionierarbeit in Sachen Prostitution.  

Den Traum der völligen Unabhängigkeit und Selbstständigkeit erfüllte ich mir schlussendlich 2008 in Bayreuth mit meinem eigenen Lifestyle Studio Egoistin und dem dazu gehörenden Magazin Egoistin. Ich habe mir das schaffen können, was ich bereits 1996 bei der Berufsberatung verlangte: Ein Tätigkeitsbereich, der immer aktuell ist, bei dem ich nicht stehen bleibe, der immer gefragt ist. Ich tobte mich regelrecht in meinem Magazin aus. Behandelte schöne, aktuelle und auch ernste Themen. Der Bereich Erotik spielte natürlich eine wichtige Rolle. Ich ließ meine Erfahrungen, die ich in der Erotikbranche sammeln konnte einfließen, engagierte mich zusätzlich für Tiere und Menschen in Not, in dem ich ein (vorerst noch regionales) Medium geschuf, um Aufklärungsarbeit leisten zu können. Den ursprünglich erlernten Beruf zur Friseurin konnte ich in den Tätigkeitsbereich der Stil- und Typberatung im Lifestyle Studio Egoistin wieder miteinbringen. Es war für mich eine rundum gelungene Berufsituation, die sich stetig weiterentwickelte und mich glücklich machte.  

Aus dem Escortservice bin ich im Herbst 2009 ausgestiegen, seitdem genieße ich die Vorzüge eine Kurtisane zu sein. 

Im Januar 2010 habe ich mich trotz allen Glücks dazu entschlossen, das Lifestyle Studio + Magazin stillzulegen, um mein Abitur nachzuholen. Es war mir die ganzen Jahre über ein Bedürfnis und ich möchte jetzt noch die Gelegenheit nutzen, mir dieses zu stillen. Auf meinem Blog habe ich bereits über den gefühlten Makel geschrieben. Im September 2010 geht es los. Bis dahin nutze ich die Zeit meine Kenntnisse vor allem in Mathematik und Englisch wieder aufzufrischen.    

Die Entwicklung geht also weiter und ich bin mir sicher, das Abitur wird nicht die letzte Entwicklungsstation sein :-)

Ich freue mich sehr darauf und danke für's aufmerksame Lesen.

Ihre Vanessa Eden

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